Annuitätendarlehen

Ob Bank oder Bausparkasse – fast alle Kredite zur Baufinanzierung werden als Annuitätendarlehen vergeben. Dabei wird vor der Vergabe des Kredites eine anfängliche Tilgungsrate vereinbart. Zudem einigt man sich auf eine Zinsbindung über mehrere Jahre, hier kann der Kreditnehmer aus verschiedenen Modellen über fünf, zehn oder mehr Jahre wählen.

Jede Kreditrate besteht nun aus zwei Komponenten:
Den Zinsen und der Kredittilgung. Zwar sind zunächst die Zinsen ungleich höher als die Tilgung, jedoch verändert sich dieses Verhältnis im Laufe der Jahre.

Im Beispiel sieht das wie folgt aus:
Ein Kredit über 100.000 Euro wird bei einem Zinssatz von 5 Prozent und einer anfänglichen Tilgung von 1 Prozent vergeben. Die Rate des ersten Jahres beträgt 6.000 Euro und setzt sich aus 5.000 Euro Zinsen und 1.000 Euro Tilgung zusammen. Im zweiten Jahr umfasst das Restdarlehen nur noch 99.000 Euro, in der zweiten Rate werden also nur noch 4.950 Euro Zinsen gezahlt, die feste Kreditrate sieht dagegen eine Tilgung von 1.050 Euro vor.

Bei einem Annuitätendarlehen ist eine anfängliche Tilgung von 1,00 bis 1,5 Prozent als durchaus realistisch anzusehen. Die festgesetzten Bauzinsen liegen derzeit bei unter 5 Prozent, sind also als recht niedrig einzustufen (Stand: November 2008). Bei niedrigen Zinsen empfiehlt sich ein Modell mit längerer Zinsbindung. Nach Ablauf der Zinsbindungsfrist macht die Bank ein Prolongationsangebot mit einem neuen Zinssatz. Hier lohnt sich durchaus der Vergleich mit anderen Kreditinstituten, denn bereits ein geringfügig niedrigerer Zins kann am Ende mehrere Tausend Euro sparen.